|
Bei widrigen Wetterverhältnissen und schwierigen Platzbedingungen übernahm die Eppendorfer Mannschaft von Anfang an die Kontrolle und wusste besonders mit ruhigem Aufbauspiel und gekonnter Ballzirkulation im Mittelfeld zu überzeugen. Klare Torchancen konnten gegen eine tiefstehende und auf Konter wartende Heimmannschaft jedoch zunächst nicht herausgespielt werden. Die erste große Chance für die Gäste ergab sich dann durch einen eigenen Konter: Ballgewinn kurz vor dem eigenen Strafraum, weiter Ball auf den rechten Flügel zu Azad der mit gutem Überblick den im gegnerischen Strafraum freistehenden Martin „Atze“ Friedrich bediente. Leider scheiterte der Stürmer mit seiner Direktabnahme am stark spielenden Torwart der Gastgeber. Danach verflachte das Spiel zusehends, Griesenbruch – Ehrenfeld konnte, vor allem über die Nummer 10, für mehr Entlastung sorgen ohne selbst zwingend vor das Tor von Michael Wallek zu kommen. Dem Eppendorfer Torhüter sollte auch die letzte Torchance im ersten Durchgang vorbehalten bleiben, einen Freistoß aus gut 20 Metern beförderte der Keeper/Standardkünstler unnachahmlich über die Mauer, scheiterte jedoch am Aluminium. Die zweite Halbzeit begann zunächst mit mehr Unruhe auf dem Spielfeld, der Schiedsrichter stand nun im Mittelpunkt. Der gelben Karte wegen Meckerns für Eppendorfs Danny Schumacher folgte wenig später die gelbe und die gelb – rote Karte gegen Griesenbruch – Ehrenfelds Nummer 10, auch hier wegen lautstarker und ausgiebiger Kritik am Unparteiischen. Eine immense Schwächung für die Mannschaft von der Essener Straße, die ihren bis dahin besten Spieler verlor und nun gut 35 Minuten in Unterzahl verteidigen mussten. SWE 3 übernahm sofort wieder die Initiative und schob sich weit in die Hälfte des Gegners, dabei zumeist über die Flügel agierend. Von dort kamen jedoch viel zu selten gefährliche Flankenbälle in den Strafraum, klare Torchancen konnten nicht herausgespielt werden. Mit fortschreitender Zeit wurden die Eppendorfer Angriffe zwar immer wütender, häufig jedoch auch überhastet und unstrukturiert. Wirkliche Gefahr entstand nur durch einen Kopfball des eingewechselten Mark Niemann auf die Latte und einen Schuss von Yasin Ali aus gut 16 Metern, den der Torhüter allerdings entschärfen konnte. So endete das Spiel mit einem torlosen 0:0, Eppendorf lässt zwei wichtige Punkte im Rennen um die oberen Tabellenplätze fahrlässig auf dem Acker an der Essener Straße liegen.
|