Hartumkämpftes torloses Unentschieden im Derby Bis auf Martin Sonntag (Geschäftsreise), Christian Franke (Urlaub) und Benedikt Fischer (konspirative Pause) konnte SWE4-Coach Michael Strauch aus dem Vollen schöpfen. Bei schwülem, stark auf die Transpirationszellen drückendem Wetter startete der Gast aus Neuruhrort druckvoller und erarbeitete sich zunächst eine optische Feldüberlegenheit.
In einem hart, aber größtenteils nicht unfair geführten Match blieben Torchancen zunächst Mangelware, da sich entweder beide Teams im Mittelfeld neutralisierten oder Angriffe des FCN in einer gut gestaffelt stehenden Eppendorfer Abwehr ihr abruptes Ende fanden. Nach circa 15-20 Minuten musste der ehemals noch „grüne Panther“ der Gastgeber sein gesamtes Können aufweisen und rettete zweimal grandios gegen einen freistehend am Fünfmeterraum auftauchenden Neuruhrorter (beim Nachschuss im Stile der alten Handball-Torwartlegende Thiel (a.k.a. „Hexer“) mit dem Kopf ;-) ).
Diese Szene schien die Eppendorfer wachgerüttelt zu haben. Endlich besann man sich ebenfalls darauf, sein Heil in der Offensive zu suchen und trug in der Folgezeit einige passable Spielzüge, zumeist über die linke Angriffsseite, vor. Eine Riesenchance vergab dabei Kralle, als er aus circa 10 Metern freistehend über das Tor zielte. Eine weitere Möglichkeit wurde vom an diesem Tage sehr gut aufgelegten Gäste-Keeper vereitelt. Einen Krebsbach-Freistoß wehrte er nach vorne ab, den Nachschuss aus kürzester Distanz von Hüni lenkte er grandios zur Ecke. Bis auf 1-2 brenzlige Situationen im Sechzehner der Schwarz-Gelben, (wo es mindestens einmal einen Handelfmeter hätte geben können) und ein paar Freistößen der Neuruhrorter aus aussichtsreichen Positionen, die allesamt in den Karpaten landeten, passierte bis zum Pausentee nicht mehr allzu viel.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich, wie die erste geendet hatte. Beide Mannschaften gingen leidenschaftlich zu Werke, beide Defensivreihen ließen jedoch nicht viel zu. Die größte Chance hatte erneut Kralle, der nach schönem Zuspiel von der rechten Seite wieder freistehend 7-8 Meter vor dem Tor auftauchte, eigentlich alles richtig machte, indem er flach in die linke Ecke zielte, aber am sensationell haltenden Torhüter scheiterte. Danach setzte Horst einen fantastischen Freistoß, aus knapp 30 Metern mit der Innenseite geschossen, ans Lattenkreuz, von wo der Ball den Umweg über den Kopf des Keepers ins Toraus fand. Kurz danach kam Öcki für einen ausgepowerten Kralle. Im weiteren Verlauf schien der junge Schiedsrichter „etwas“ den Faden verloren zu haben. Nachdem in der ersten Halbzeit die ein oder andere verwunderliche Entscheidung gefällt wurde (auf beiden Seiten wohlgemerkt), glitt ihm nun das Ruder gänzlich aus der Hand. Durch Pfiffe von gefühlten 30 „falschen“ Einwürfen und einige weitere kuriose Entscheidungen wurde das Spiel nun zum Ende hin hektischer. Dieses Szenario uferte in der 75. Minute aus. Ein Neuruhrorter Spieler spielte Foul an Burzi, der zu Boden gehend den Ball mit der Hand an sich nahm, wodurch Freistoß für den FCN gepfiffen wurde. Es gab ein „Gezerre“ um den Ball zwischen den beiden mit der Folge einer roten Karte für bzw. an unsere Nummer 7. Auf Nachfrage (sicher nicht im nettesten Ton, aber ohne jegliche Beleidigung) von Sascha, warum für wirklich NICHTS eine rote Karte ausgesprochen wurde, wurde dieser mit gelb-rot ebenfalls vom Platz geschickt. Selbst einige FCN-Akteure samt Trainer redeten auf den Schiedsrichter ein, dass beide Entscheidungen falsch waren (Respekt vor der fairen Geste!!!), aber das Urteil stand. 9 Akteure standen der nun drohenden Niederlage entgegen. Einem echten Kraftakt und einem wieder zurückgekehrten tollen Mannschaftsgeist war es zu verdanken, dass trotzdem nicht mehr viel anbrannte und wenigstens das Unentschieden gehalten werden konnte.
Kurz vor Schluss stockte dem Gast sicher nochmal der Atem: nach einem schönen Solo von Manolo konnte dieser, aus circa 3-4 Metern vor dem Tor schon einschussbereit, nur noch mit einem Schubser gestoppt werden. Der fällige Elfmeterpfiff blieb leider aus. Kurz vor Schluss half noch Alex (Einwechslung für den erschöpften Didi) das Abwehr-“Boll“- Werk ( ;-) ) zu verstärken.
Fazit:
-alles in allem verdientes Unentschieden mit etwas mehr zwingenden Chancen auf Eppendorfer Seite
-tolle Moral und tollen Kampf mit zuletzt 9 Mann gezeigt
-sehr gut aufgelegte Torhüter
Bericht: Sascha Schnell (5)
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| | Fehlanzeige | Fehlanzeige |
| | Kräling für Krebsbach Nowak für Sonntag Argentino für Hünerlage | Fehlanzeige |
| Rot - Burzlaff Gelb Rot - Schnell | Gelb: 2 mal | |
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Stefan Keller





