Wir fahren einen wahren Kampfsieg beim FC Hasretspor ein...
...und das Wort beschreibt leider nicht nur die körperbetonte Spielweise beider Teams. :-( Dazu aber später mehr.
Das Match bei hochsommerlichem Wetter beginnt zunächst recht ausgeglichen. Sowohl die Hausherren als auch wir, kommen mit dem trockenen und staubigen Untergrund ganz gut klar.
Nach und nach reißen wir die Partie aber an uns, kombinieren gut im Mittelfeld und kommen so auch zu einigen guten Szenen am gegnerischen Kasten.
Die Gastgeber konzentrieren sich auf lange Bälle in die Spitze, die aber allesamt von unserer Defensive abgefangen werden und so in Boomerang Manier zurück kommen...
Nach einer guten halben Stunde ohne Zählbares dann ein Treffer aus dem Nichts für Hasret. Eine verunglückte Flanke segelt Micha Wallek über die Fingerspitzen in den linken Knick.
Unfassbar! Die Türken führen 1:0 ohne eine echte Chance gehabt zu haben.
Beeindrucken tut uns das dann aber doch nicht und wir machen weiter Dampf, legen sogar noch etwas Kohle nach und werden direkt belohnt.
Diesmal führt ein Abwehrschnitzer beim FCH zum verdienten Ausgleich durch Patrick Kuhne. Eine Flanke von Chrissi Franke von links wird nämlich so unglücklich vom Abwehrspieler der Hausherren verlängert, dass Paddy nur noch ins leere Tor nicken muss.
Das Match ist zurück "auf Null gesetzt" und mit diesem Ergebnis geht es dann auch in die Pause.
Hoch motiviert kommen wir in die zweite Hälfte zurück. Wir wollen mehr als nur einen Punkt aus Westenfeld entführen und spielen weiter konzentriert nach vorne.
Wir versuchen jetzt etwas mehr zunächst über die Außen zu kommen und dann in das Zentrum zu spielen. Die Gastgeber scheinen zu spüren, dass wir aufdrehen und gehen nun härter in die Zweikämpfe. Fazit sind mehr und mehr Standards für uns durch Freistöße.
Einer dieser Freistöße nach einem Foulspiel liegt knapp 25 Meter und etwas nach links versetzt zum gegnerischen Kasten. Eine perfekte Position für unseren Keeper, der den Gegentreffer aus der ersten Hälfte nun egalisieren will.
Die üblichen Ansagen des Gegners wie "Ey, der Torwart ist raus, schieß den Ball schnell lang nach vorne!" enden -wie schon so oft- im Anstoßkreis, denn Micha zirkelt, wie auch schon gegen den AC, die Murmel gefühlvoll in die Maschen. :-)
Das reicht aber noch nicht und nur wenige Minuten später legt Chrissi Franke daher abgefuchst zum 1-3 aus Sicht der Türken nach. Spiel gedreht!
Wer nun aber denkt, die Partie ist gelaufen irrt sich gewaltig.
Hasretspor versucht noch mal alles und kommt auch zu zwei, drei guten Gelegenheiten den Anschlusstreffer zu setzen, doch entweder scheitert man am eigenen Unvermögen oder am Aluminium.
Neben den fussballüblichen Foulspielen kommt es zum Schluss der Partie leider auch zu unschönen Szenen, wo wir nun beim Ausgangsthema "Kampf" sind. Nach einem Lauf von Fabi Strömer über die rechte Seite trudelt der Ball über die Grundlinie. Ein kleiner Trikozieher hier und ein leichter Schubser dort und die Situation eskaliert. Zunächst kann sich nur einer der Gastgeber nicht unter Kontrolle halten und verteilt eine harte Kopfnuss. Danach kommt es zu einer echten Rudelbildung um Fabian herum, der aber nicht ins Handgemenge eingreift, obwohl er ein weiteres Mal umgestoßen wird. Das nach diesen Szenen nur ein einziger Platzverweis ausgesprochen wird ist fast schon lächerlich. Legt man die Regeln konsequent aus, hätten wir das Match mit 8 vs. 10 zu Ende gebracht. Schade, dass sich manche "Sportsleute" einfach nicht unter Kontrolle haben und immer wieder mit Gewalt auf dem Sportplatz reagieren. Solche oder so ähnliche Aussagen hört man auch von dem ein oder anderen Spieler unserer Gastgeber und sie haben natürlich Recht! Ein Patentrezept gegen solche Leute, ist wohl nur der Ausschluss vom Mannschaftssport.
Das es dann nach dieser Szene übrigens nicht zu weiteren körperlichen Attacken auf dem Spielfeld kommt, ist eine echte Überraschung für alle Beteiligte.
Weitere verbale Entgleisungen und Drohungen folgen dann leider aber nach dem Abpfiff. Natürlich sind auch diese absolut unnötig, bleiben aber vom Unparteiischen ungesühnt.
Fazit: Wir drehen eine Partie über unsere geschlossene Mannschaftsleistung und gewinnen am Ende vollkommen verdient gegen den FC Hasretspor.
Getrübt wird das Match eigentlich nur durch die unschönen Szenen zum Ende, bei denen sich mal wieder Einzelpersonen nicht im Griff haben. Ansonsten findet auf dem unmenschlich riesigen Geläuf in Westenfeld eine faire Partie statt.
Aufstellung: Wallek, Wapelhorst, Sonntag, Sabo, Burkhardt (Kräling), Bollmann, Becker, Becic (Strömer), Franke, Jahnke (Kühn), Kuhne












